Kleine Infos… ganz lange.

Uninformiert, Unwahrheiten, ökologische Keule am Gartenzaun schwingen, Unverschämt, Aggressiv, Eigeninteresse, dass am Gartenzaun endet.

…und täglich grüßt das Murmeltier.

Die Bürgerinitiative ist nun mal was sie ist, Menschen die etwas wollen oder nicht wollen. Jede Bürgerinitiative steht mehr oder weniger im Fokus, wir versuchen uns ein wenig zu erklären.

Uninformiert und Unwahrheiten?

Im Beitrag von Innsalzach24 vom 11. April 2019, wurde festgehalten:

Bürgermeister Pötzsch: Der Bedarf der Firmen sei unbestreitbar und akut.

Was bedeutet akut in diesem Zusammenhang? Zwischenzeitlich wurde die hintere Fläche im Daimlerwald schon mit mehreren Firmen in Zusammenhang gebracht. Im Gespräch mit einer genannten Firma wurde uns erklärt: „Wegen mir muss kein Wald fallen“. Das haben wir am Abend der Podiumsdiskussion erfahren. Nun sieht es so aus dass „akut“ auch als „nicht ganz so akut bis überhaupt nicht akut“ verstanden werden kann. Wie erklärt sich sonst, dass die vordere Fläche an der Daimlerstraße auf Vorhalt gekauft werden soll um in 5-15 Jahren bebaut zu werden. Gerodet wird immer sofort, auch wenn niemand etwas darauf baut, das sehen wir öfter in Waldkraiburg.

Ebenso stand die Entwicklung, (klingt besser als abholzen), des Daimlerwaldes bis zu den Stadtgrenzen auf dem Plan. Vielleicht kann sich der eine oder andere noch an die Grafik in der Zeitung erinnern, in der der komplette Daimlerwald rot gezeichnet war. Das dortige Wasserschutzgebiet sollte abgewickelt werden.

Unsere Nachfrage beim Wasserwirtschaftsamt ergab dass man auch Trinkwasser in Leitungen über 70-80km nach Waldkraiburg holen könne. Die Waldkraiburger hätten es sofort an der Wasserrechnung gemerkt, aber egal.. ist ja für unsere Industrie.

Beim letzten Mal hörten wir nun: die Stadt tastet das Wasserschutzgebiet nicht an. Wir sind erfreut, allerdings gibt es nichts schriftliches hierzu.

Wir stehen in Kontakt mit verschiedenen Behörden und Vereinen. Insgesamt muss man wirklich erwähnen, egal ob „Untere Naturschutzbehörde“, Wasserwirtschaftsamt, Staatsforsten oder Bund Naturschutz, wir wurden kompetent beraten und mit genauen Informationen versorgt. Alle Institutionen haben sich in ihren Statements für den Erhalt der Flächen ausgesprochen.

ZITAT zum nördlichen Daimlerwald: Waldrechtlich handelt es sich um Wald, der gemäß dem Waldfunktionsplan für die Region Südostoberbayern besondere Bedeutung für den lokalen Klima-, Lärm- und Immissionsschutz sowie für die Naherholung der Bevölkerung hat. Wälder mit solchen Gemeinwohlfunktionen sollen möglichst erhalten werden (Art. 9 Abs. 5 Ziffer 1 BayWaldG).

Wir sind nicht so uninformiert wie wir dargestellt werden. Wir verbreiten Unwahrheiten? Hier kann sich jeder ein eigenes Bild machen und sollte dies auch dringend tun.

Heute lassen wir wieder die Polemikkeule stecken und wünschen einen schönen Sonntag!

Blick über den Daimlerwald, Richtung Nordwesten.

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Alles Wald!

Gerade kommen wir von einem Waldspaziergang zurück, unter der Leitung von Revierförsterin Monika Löffelmann und Herrn Dr. Andreas Zahn hatte der Bund Naturschutz zu einer Führung im Staatsforst geladen.

Knappe zweieinhalb Stunden erfuhren die Teilnehmer mehr über Forstwirtschaft und Naturschutz, über Totholz und was so alles im und durch das Totholz lebt. Ob Mopsfledermaus oder Specht, die Vielfalt ist groß.

Die forstwirtschaftliche Führung Frau Löffelmanns wurde durch Herrn Dr. Zahn ergänzt, der die Sicht unter den Aspekten des Naturschutzes wiedergab. Hier wurden nicht nur Baumarten erklärt sondern auch die Bedingungen die für verschiedene Arten optimal sind. Auch im Staatsforst ist der Klimawandel angekommen und macht dem heimischen Gehölz zu schaffen. Im Staatsforst muss umgeplant werden um weiter erfolgreiche Holzwirtschaft zu ermöglichen.

Frau Löffelmann freute sich über die bisher größte Zahl an Besuchern bei dieser Veranstaltung. Es war eine sehr angenehme Führung und jeder der Teilnehmer konnte Fragen stellen. Wir denken das der Wald immer mehr in den Mittelpunkt rückt und auch dorthin gehört.

Danke für die tolle Veranstaltung.

Von l.n.r.: Dr. Andreas Zahn (NABU), Revierförsterin Monika Löffelmann (Staatsforst) und Irmy Pöschl-Moser (BI).

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