Kleines Update

Momentan bewegt sich nicht so viel weil wir auf die Entscheidung des Stadtrates warten. Im Dezember oder Januar wird über den Bürgerantrag entschieden.

Allerdings sind wir nicht untätig. Am Dienstag waren wir bei der Vorstellung des CSU-Bürgermeisterkandidaten im Haus der Kultur. Unsere Sprecherin hat sich bei dieser Gelegenheit bei Herren Nadvornik als Vertreterin der BI vorgestellt.

Gestern Abend waren wir beim Stammtisch der ÖDP. Dort wurde nochmals betont wie wichtig es ist sich als Bürger einzubringen. Ökologie und Ökonomie in Einklang.

Kommunalpolitik bestimmt unser Umfeld und es ist sehr sinnvoll sich dafür zu interessieren. Auch abseits von Diskrepanzen sollte jeder Bürger ein offenes Ohr für die lokale Politik haben.

Heute erschien im „Blickpunkt“ ein Artikel zur Bürgerinitiative. Ich bitte diesen zu beachten. Falls kein Blickpunkt im Postkasten lag, hier der Artikel online: KLICK

Wir versuchen nun auch unsere Facebookseite wiederzubeleben, diese blieb zu lange stumm. Natürlich ist es wie bei den Updates hier, es braucht Zeit und Muse. Ein regelmäßiger Besuch schadet nie. Hier verdienen wir keinen Cent über Werbung oder Tracking.

Zugriffsstatistik: Unsere Seite hatte diesen Monat bisher ca. 8900 Zugriffe.

Wir bleiben dran 😉

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Kleine Infos… ganz lange.

Uninformiert, Unwahrheiten, ökologische Keule am Gartenzaun schwingen, Unverschämt, Aggressiv, Eigeninteresse, dass am Gartenzaun endet.

…und täglich grüßt das Murmeltier.

Die Bürgerinitiative ist nun mal was sie ist, Menschen die etwas wollen oder nicht wollen. Jede Bürgerinitiative steht mehr oder weniger im Fokus, wir versuchen uns ein wenig zu erklären.

Uninformiert und Unwahrheiten?

Im Beitrag von Innsalzach24 vom 11. April 2019, wurde festgehalten:

Bürgermeister Pötzsch: Der Bedarf der Firmen sei unbestreitbar und akut.

Was bedeutet akut in diesem Zusammenhang? Zwischenzeitlich wurde die hintere Fläche im Daimlerwald schon mit mehreren Firmen in Zusammenhang gebracht. Im Gespräch mit einer genannten Firma wurde uns erklärt: „Wegen mir muss kein Wald fallen“. Das haben wir am Abend der Podiumsdiskussion erfahren. Nun sieht es so aus dass „akut“ auch als „nicht ganz so akut bis überhaupt nicht akut“ verstanden werden kann. Wie erklärt sich sonst, dass die vordere Fläche an der Daimlerstraße auf Vorhalt gekauft werden soll um in 5-15 Jahren bebaut zu werden. Gerodet wird immer sofort, auch wenn niemand etwas darauf baut, das sehen wir öfter in Waldkraiburg.

Ebenso stand die Entwicklung, (klingt besser als abholzen), des Daimlerwaldes bis zu den Stadtgrenzen auf dem Plan. Vielleicht kann sich der eine oder andere noch an die Grafik in der Zeitung erinnern, in der der komplette Daimlerwald rot gezeichnet war. Das dortige Wasserschutzgebiet sollte abgewickelt werden.

Unsere Nachfrage beim Wasserwirtschaftsamt ergab dass man auch Trinkwasser in Leitungen über 70-80km nach Waldkraiburg holen könne. Die Waldkraiburger hätten es sofort an der Wasserrechnung gemerkt, aber egal.. ist ja für unsere Industrie.

Beim letzten Mal hörten wir nun: die Stadt tastet das Wasserschutzgebiet nicht an. Wir sind erfreut, allerdings gibt es nichts schriftliches hierzu.

Wir stehen in Kontakt mit verschiedenen Behörden und Vereinen. Insgesamt muss man wirklich erwähnen, egal ob „Untere Naturschutzbehörde“, Wasserwirtschaftsamt, Staatsforsten oder Bund Naturschutz, wir wurden kompetent beraten und mit genauen Informationen versorgt. Alle Institutionen haben sich in ihren Statements für den Erhalt der Flächen ausgesprochen.

ZITAT zum nördlichen Daimlerwald: Waldrechtlich handelt es sich um Wald, der gemäß dem Waldfunktionsplan für die Region Südostoberbayern besondere Bedeutung für den lokalen Klima-, Lärm- und Immissionsschutz sowie für die Naherholung der Bevölkerung hat. Wälder mit solchen Gemeinwohlfunktionen sollen möglichst erhalten werden (Art. 9 Abs. 5 Ziffer 1 BayWaldG).

Wir sind nicht so uninformiert wie wir dargestellt werden. Wir verbreiten Unwahrheiten? Hier kann sich jeder ein eigenes Bild machen und sollte dies auch dringend tun.

Heute lassen wir wieder die Polemikkeule stecken und wünschen einen schönen Sonntag!

Blick über den Daimlerwald, Richtung Nordwesten.

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Alles Wald!

Gerade kommen wir von einem Waldspaziergang zurück, unter der Leitung von Revierförsterin Monika Löffelmann und Herrn Dr. Andreas Zahn hatte der Bund Naturschutz zu einer Führung im Staatsforst geladen.

Knappe zweieinhalb Stunden erfuhren die Teilnehmer mehr über Forstwirtschaft und Naturschutz, über Totholz und was so alles im und durch das Totholz lebt. Ob Mopsfledermaus oder Specht, die Vielfalt ist groß.

Die forstwirtschaftliche Führung Frau Löffelmanns wurde durch Herrn Dr. Zahn ergänzt, der die Sicht unter den Aspekten des Naturschutzes wiedergab. Hier wurden nicht nur Baumarten erklärt sondern auch die Bedingungen die für verschiedene Arten optimal sind. Auch im Staatsforst ist der Klimawandel angekommen und macht dem heimischen Gehölz zu schaffen. Im Staatsforst muss umgeplant werden um weiter erfolgreiche Holzwirtschaft zu ermöglichen.

Frau Löffelmann freute sich über die bisher größte Zahl an Besuchern bei dieser Veranstaltung. Es war eine sehr angenehme Führung und jeder der Teilnehmer konnte Fragen stellen. Wir denken das der Wald immer mehr in den Mittelpunkt rückt und auch dorthin gehört.

Danke für die tolle Veranstaltung.

Von l.n.r.: Dr. Andreas Zahn (NABU), Revierförsterin Monika Löffelmann (Staatsforst) und Irmy Pöschl-Moser (BI).

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Erfolg?

In einem aktuellen Bericht auf Innsalzach24 wird von einem Erfolg der Bürgerinitiative geschrieben. Hier der Link zum Artikel –> Gegen Abholzung zugunsten der Industrie

Tatsächlich verhält es sich so, dass in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 25. September, ein Meinungsaustausch der Fraktionen zu diesem Thema stattfand. Dort wurde über das Wegfallen der Stichstraße diskutiert, aber es wurde kein Beschluss gefasst.

Wir vermuten auch das nicht alle Stadträte zu diesem Zeitpunkt über den Inhalt des Bürgerantrages Bescheid wussten den wir am gleichen Tag ,vormittags, beim Bürgermeister eingereicht hatten.

Diesen dann, wie nun schon öfter dargestellt, zurückzuziehen ergibt wirklich keinen Sinn. Wie in unserem Beitrag am 26. September, dargestellt können und wollen wir die Unterschreibenden und vor allem die engagierten Unterschrifteinsammlerinnen und Sammler nicht enttäuschen.

Unverständlich warum die Bürgerinitiative deshalb den Bürgerantrag zurückziehen sollte. Zur Erklärung, der Bürgerantrag ist ein Denkanstoß an die Stadt um nochmals die geplanten Rodungen zu stoppen.

Es gibt also keinen bindenden Beschluss dass die Stichstraße entfällt oder der Wald neben der Schilcherlinie stehen bleibt.

Es gibt auch keinen offiziellen Vorschlag der Stadt gegenüber der Bürgerinitiative ob andere Flächen die bereits in der Flächennutzung für Gewerbe geplant wurden als Alternative gesehen werden.

Wir werden an diesem Wochenende noch etwas näher auf andere Fakten eingehen, vor allem für Leser die den Stadtversammlungen nicht folgen konnten und nur auf Pressetexte angewiesen waren.

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Nachlese zur Stadtratssitzung vom 15. Oktober 2019.

Der Stadtrat hatte viele Punkte abzuarbeiten, darunter auch die formelle Annahme des Bürgerantrages.

Erneut wurde von einem Stadtrat erwähnt wie unangemessen sich Bürger bei der Waldbegehung im Daimlerwald gegenüber dem Stadtrat benommen haben. Dies war nun schon die zweite Erwähnung und wir möchten hiermit ein paar Dinge klar stellen.

Jeder Stadtrat hat die Möglichkeit auf uns zuzukommen und mit uns zu sprechen. Dies wurde aber bisher nur von zwei Stadträten wahrgenommen, mit unserem Bürgermeister waren wir schon häufiger im Gespräch.

Ein Stadtrat sollte durchaus differenzieren ob er es mit der Bürgerinitiative zu tun hat oder mit aufgebrachten Bürgern die eine Rodungen einfach nicht hinnehmen wollen.

Herr Pötzsch schätzt hoffentlich ebenso den ruhigen Ton den wir bei jeglichem Gespräch verfolgt haben. Polemik und Schreien hilft niemanden. Ebenso wenig ein wiederholen von Dingen die nichts mit der Bürgerinitiative zu tun haben.

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Unser Bürgerantrag

wurde formell und materiell angenommen. Dies bedeutet, Inhalt Formulierung und die entsprechenden Unterschriften sind vollständig und der Stadtrat wird nun über den Bürgerantrag entscheiden. Die Stadt hat somit mit Annahme des Antrages drei Monate Zeit darüber abzustimmen.

Wir bedanken uns beim Stadtrat und allen Unterstützerinnen und Unterstützern.

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Formelle Anerkennung des Bürgerantrages.

In der Stadtratssitzung am 15.10.2019, wird über die formelle Richtigkeit des Bürgerantrages befunden.

Hierbei handelt es sich nur um die Feststellung ob der Stadtrat sich weiter mit dem Antrag befasst oder ihn aus formellen Gründen ablehnt.

Der öffentliche Teil beginnt um 18 Uhr und hier der Link zur Tagesordnung: Stadtratssitzung

Wir hoffen auf Ihr Interesse.

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Jeder Baum der fehlt, fehlt uns als Mitkämpfer gegen den Klimawandel.

Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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Inhalt des Bürgerantrages.

Wir möchten den Inhalt des Bürgerantrages für alle Waldkraiburgerinnen und Waldkraiburger zugänglich machen die nicht die Möglichkeit hatten sich der Unterschriftenaktion anzuschließen.

Der Inhalt des Bürgerantrages soll zeigen dass es uns alle angeht.

Der Bürgerantrag wurde am 25. September unserem Bürgermeister übergeben.

Bürgerantrag gemäß Art. 18b der Bayrischen Gemeindeordnung

Die Unterzeichner stellen an den Stadtrat der Stadt Waldkraiburg folgenden Bürgerantrag:

Die geplante Erweiterung des Industriegebiets nördlich der Daimlerstraße wird gestoppt. Das gesamte Waldgebiet nördlich der Daimlerstraße muss wegen seiner besonderen Bedeutung für den lokalen Klima-, Immissions- und Lärmschutz sowie für die Erholung der Bevölkerung erhalten bleiben.

Begründung:

Klimaschutz

Der Wald und der offene Boden sind C0² Speicher und haben somit eine wichtige Funktion um den Klimawandel entgegen zu wirken. Je älter die Waldbestände und je größer deren Artenvielfalt, desto konstanter und stabiler ist ihre Fähigkeit, CO 2 aufzunehmen. Pro Jahr speichert ein ausgewachsener Baum ca. 10 kg C0².

Luftverschmutzung

Auch für saubere Luft spielt der Wald eine wichtige Rolle. Wald filtert Staub, Gase und radioaktive Stoffe aus der Luft. Der Wald übernimmt somit gerade in Industrieräumen eine bedeutende Rolle bei der Verbesserung der Atemluft. Pro Hektar filtern unsere Wälder jährlich bis zu 50 t Ruß und Staub aus der Atmosphäre. Ein ausgewachsener Baum kann bis zu 130 kg Sauerstoff pro Jahr produzieren.

Artenvielfalt:

Der Wald bietet Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen die auch auf eine Vernetzung von Waldgebieten angewiesen sind.

Wasserschutz

Waldboden ist ein Wasserspeicher durch Flächenversiegelung steigt die Hochwassergefahr bei Starkregen.

Direkt neben dem geplanten Gewerbegebiet befindet sich ein Wasserschutzgebiet. Wasserverunreinigungen sind zu befürchten.

Hitzeschutz

Mit dem Klimawandel werden Hitzeperioden häufiger, länger und heißer. In Städten wird die Hitzebelastung besonders groß, denn die vielen versiegelten Flächen absorbieren die Sonnenstrahlung und heizen die Umgebung noch mehr auf. Dieser Hitzeinseleffekt wird durch den Wald gebannt.

Lärmschutz

Der Wald schützt die Anwohner vom Lärm durch das vorhandene Industriegebiet und der Staatsstraße von Ampfing Richtung Kraiburg welche durch die Fertigstellung der A94 noch stärker befahren wird. Die Anwohner sind durch die Daimler Straße schon extremen Straßenverkehrslärm ausgesetzt. Eine neue Straße Richtung Norden ist unzumutbar.

Wertverlust

Durch das geplante Gewerbegebiet verlieren bestehende Wohnimmobilien an Wert, da sich die Umgebung negativ verändert.

Naherholungsgebiet

Der Wald wird von vielen Bürgern zum spazieren gehen, laufen u.s.w. genutzt. Bewegung im Wald wirkt sich positiv auf die körperliche und psychische Gesundheit aus!

Die Rodung des Waldgebietes nördlich der Daimlerstraße würde die Lebensqualität der Anwohner stark beeinträchtigen und hätte umfangreiche negative Auswirkungen auf Umwelt und Klimaschutz. Eine Erweiterung des Gewerbegebiets ist nicht notwendig, da im bestehenden Industriegebiet noch Flächen zur Verfügung stehen.

Im Hinblick auf die zahlreichen Unterschriften die zum Erhalt des Waldes schon von Mai bis Juli abgegeben wurden und obengenannter Begründung beantragen wir den Wald in seiner jetzigen Fläche (Stand August 2019) zu erhalten.

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Nachlese zum Ausschuss für Stadtentwicklung.

Am gestrigen Mittwoch hat die Bürgerinitiative einen Bürgerantrag bei unserem Bürgermeister Herrn Pötzsch abgegeben.

Wir danken unserem Bürgermeister für das produktive Gespräch in einem angenehmen Rahmen.

Für einen Bürgerantrag müssen mindestens 1% der Bewohner unterschreiben, wir haben ihn, um die Richtigkeit sicherzustellen, mit über 340 Unterschriften übergeben.

Der Bürgerantrag ist ein Instrument der direkten kommunalen Demokratie. Der Stadtrat wird mit dem Bürgerantrag nochmals dazu angeregt die im Bürgerantrag formulierten Dinge aufzunehmen und darüber abzustimmen.

Die Stadt nimmt dann abschließend zu dem Bürgerantrag Stellung und informiert die Bürgerinnen und Bürger darüber.

Am gleichen Abend tagte der Ausschuss für Stadtentwicklung, der unter anderem das betroffene Waldstück behandelte. Dort wurden von den verschiedenen Fraktionen Vorschläge gemacht, wie nun an dieses Problem herangegangen werden sollte. Es ging hier in erster Linie um einen Meinungsaustausch des Stadtrates, Zuhörer waren natürlich zugelassen und das haben wir auch wahrgenommen.

Wie sich die Angelegenheit im Stadtrat nun weiterentwickelt werden wir hier gerne berichten sobald wir Kenntnis haben. Der Bürgerantrag weist nochmals auf die Dringlichkeit unseres Anliegens hin und wird im Oktober im Stadtrat behandelt.

Die Rücknahme des Bürgerantrages wurde angeregt, kann aber durch uns aufgrund des Vertrauens der Unterzeichner nicht geleistet werden.

Wir bedanken uns beim Stadtrat und den Unterzeichnern des Antrages. Der Stadtrat hat verstanden wie wichtig uns der entsprechende Abstand zur Industrie und die Schutzfunktion des Waldes sind.

Für eine bleibende Lebensqualität in Waldkraiburg!

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