Kandidaten im Gespräch

Gestern war es endlich soweit.

Die Diskussion der Bürgermeisterkandidaten 2020 im Haus der Kultur!

Auch die Bürgerinitiative Waldkraiburg – „Stadt im Grünen“?, war dabei. Mehr Klarheit und konkrete Vorstellungen wohin die Reise gehen kann, das haben wir und bestimmt viele andere interessierte Waldkraiburger mit nach Hause genommen. Eine gelungene und faire Veranstaltung durften wir miterleben. Ein großes Kompliment gleich zu Beginn an alle Mitwirkenden und Verantwortlichen, auch ein großes Kompliment an alle Waldkraiburgerinnen und Waldkraiburger, der Saal war voll und das Interesse groß.

Doch gleich im Anschluss müssen wir einigen Äußerungen die im Laufe des Abends gemacht wurden widersprechen. Ob aus ungenauer Recherche oder aus dem Zusammenhang gerissen, uns ist es wichtig einige Sachverhalte klarzustellen.

Herr Haimerl hat seine Aufgabe mit Bravour und Sprachgewandtheit zu 100% erfüllt. Aber auch er hat sich mit einer Aussage die gemacht wurde geirrt. Der Satz „Wir haben ja nun die Autobahn und es werden schon neue Firmen kommen wenn andere Firmen den Standort Waldkraiburg verlassen“. kam von einem Bürger der sich bei der Waldbegehung im Herbst privat zu den geplanten Vorhaben geäußert hat.

Ebenso wenig stimmt die Behauptung uns wäre es egal wenn in Waldkraiburg-Süd abgeholzt würde, solange wir unsere Schilcher-Linie erhalten können.

Wir nehmen dabei Bezug auf den Artikel auf unserer Seite vom 16.9.2019.

Allen Mitgliedern des Stadtrates lag der genaue Wortlaut des ersten Bürgerantrages vor! Die Forderung ist auch auf unserer Homepage einzusehen. Damals ging es uns grundsätzlich um den Erhalt des ganzen Restwaldbestandes in Waldkraiburg. Dieser Antrag wurde aus besagten Gründen abgelehnt, weil wir nach Sicht der Stadtverwaltung zu viel forderten.


Uns in den Mund zu legen ……besser an anderer Stelle abholzen und nicht an der Schilcherlinie zu bauen….. ist schlichtweg unwahr und kein Mitglied der Bürgerinitiative hat zu irgendeiner Zeit so eine Aussage gemacht!

Auch auf den Satz des Gesprächsführers Herrn Haimerl, das jeder gerne Windräder hätte aber nicht im nahen Umfeld, möchten wir kurz Stellung beziehen. Wäre es nicht schön wenn alles so einfach wäre und man manche Dinge auf das Naheliegendste reduzieren könnte? Aber so einfach ist es dann doch nicht! Denn immer öfter hinterfragen die Bürger Planungen und Vorhaben, die Auswirkungen für Umwelt, Natur und Lebensqualität im nahen Umfeld haben. Das hat nicht von vornherein mit Ablehnung zu tun. Vielmehr machen sich die Menschen Gedanken um die Zukunft und um die weiteren Entwicklungen in ihrem Lebensraum.

Doch es gibt viele Lichtblicke und sehr positive Aussagen bezüglich der verschiedenen Punkte, die in Zukunft für unser Vorankommen in Waldkraiburg wichtig sind. Alle Kandidaten sehen die Bürger als Dreh- und Angelpunkt für ein gutes Miteinander in unserer Stadt. Auch die Fragen bezüglich der Lebensqualität und des Umweltbewusstseins kommen auf den Tisch. An diese Stelle ein großes Danke an alle Bürgermeisterkandidaten. Sie alle wissen um die Herausforderungen und die Verantwortung die sie in den nächsten sechs Jahren tragen werden.

Wer die Diskussion verpasst hat kann sie auf Youtube in voller Länge ansehen: Der Kandidaten-Check


Stürmisch – heiter – stürmisch: Der 10 Tage Trend für Waldkraiburg

Orkan Sabine kam aus dem Norden.

Sie hat sich auch im Waldkraiburger Waldgebiet-Nord ausgetobt und für entwurzelte Bäume gesorgt. Gleich kann man unschwer erkennen welche Auswirkungen die immer häufiger werdenden Stürme haben. Genau darauf  möchten wir seit geraumer Zeit ein Augenmerk legen! Der Klimawandel ist keine Zukunftsmusik die uns erst in einigen Jahren „beschallt“, sondern bereits in aller Ohren als mittelstarkes Rauschen angekommen ist.

Die Bilder sprechen für sich und es ist offensichtlich das Handlungsbedarf angezeigt ist.



Freundliches Frühlingswetter am Faschingssamstag.

Unter diesen Voraussetzungen fand der Umzug in Waldkraiburg statt. Wir hatten mehr Glück als das Umland. Unter all den großen bunten Prunkwägen von Vereinen und Parteien konnte man auch das Thema WALD BAD ausmachen. Fast klein und unscheinbar in der Menge, aber groß und voll ambitioniert waren die Akteure bei der Sache und ließen es sich nicht nehmen, auch im Fasching für Ihre Sache zu werben.  Enten, Badegäste und sogar ein Baum, hoffentlich nicht der letzte seiner Art, haben sich dem Treiben angeschlossen.



Sturm Yulia hat uns an diesem Wochenende auch noch überrollt.

Wie zu erwarten sieht es hinterher auch nicht besser aus als bei Sabine. Ein kreuz und quer an umgefallenen Bäumen sogar über die Waldwege hinweg. Wen wundert es? „Aber die Schilcher-Linie kann das doch locker ab“! Dass sie immer dünner wird, wem fällt das denn schon groß auf, wenn es erst wieder grün wird und das Laub an den Bäumen zu sprießen beginnt. Oder haben die Stürme „Methode“?

Schutz?



Weitere Aussichten für die Woche:

Unvorhersehbar aber voraussichtlich turbulent.

Die Präsentation der möglichen Bürgermeister im Haus der Kultur am Donnerstag dem 27.02. um 19:30 Uhr. Was erwartet uns dann? Das fragt man sich eigentlich auch immer wenn man den Wetterbericht hört, denn trotz der Prognosen muss man auf alles gefasst sein.  Die Bügerinitiative Waldkraiburg – „Stadt im Grünen“? hofft auf sonnige Aussichten.



Neulich im Stadtrat

Grundsätzlich kann der Zuhörer einer Stadtratssitzung keine Kommentare oder Anmerkungen zum Gesagten machen, auch wenn es unter den Nägeln brennt.

Doch im Anschluss an die Stadtratssitzung vom letzten Dienstag dem 18.02.2020 sei es uns erlaubt.

Grund:

Die Äußerungen einer Stadträtin. Wenn man berücksichtigt wie emotionsgeladen diese wahrscheinlich letzte Rede war, so ist es uns wichtig die Worte zu kommentieren.

In ihrer Ansprache kam die Stadträtin unter anderem auf das Thema Bürgerbegehren und Bürgerantrag zu sprechen. Nach kurzem zuhören kam uns die Aussage bekannt vor. Erinnern wir uns an die Podiumsdiskussion vom 12.9.2019, zur Stadtentwicklung im Haus der Kultur, die im Zusammenhang mit der geplanten Bebauung an der Schilcher-Linie stattfand. Ein Einwand vom Podium „Immer diese Bürgerbegehren, man solle dem gewählten Stadtrat vollstes Vertrauen entgegen bringen“. Die Worte ähneln sich doch sehr.

Besagte Stadträtin sieht diese demokratischen Mittel als Beeinträchtigung bei der Entscheidungsfindung des Stadtrates. Ebenso kam die Aussage dass Bürger die bisher augenscheinlich nicht politisch aktiv waren, nun die Beschlüsse des Stadtrates in Frage stellen.

Feststellen möchten wir das die Stadträtin keinesfalls über Kenntnisse verfügt, um die Befähigungen und politischen Hintergründe der Beteiligten objektiv einzuschätzen. Für uns Mitglieder der Bürgerinitiative ist diese Aussage inakzeptabel.

Es ist eine neue Zeit angebrochen und die bleibt auch vor den Toren unseres Rathauses nicht stehen.
Zukünftig werden Bürger unserer Stadt für ihre Anliegen einstehen und nicht von vornherein dem Stadtrat einen Blankocheck für 6 Jahre ausstellen. Das muss respektiert und toleriert werden, auch wenn es unbequem ist.

Bürgerantrag und Bürgerbegehren sind demokratische Mittel die jeder Bürger zu jeder Zeit nutzen kann um seine Einwände, Forderungen und Bedenken zu transportieren.

Wir reagieren nun heute auf unserer Homepage auf die Äußerungen im Stadtrat. Wir möchten besagte Stadträtin auffordern das demokratische Recht der Bürgerinnen und Bürger zu respektieren und Bürgerinitiativen nicht zu diskreditieren.

Art. 12 (3) BV lautet „Die Staatsbürger haben das Recht, Angelegenheiten des eigenen Wirkungskreises der Gemeinden und Landkreise durch Bürgerbegehren und Bürgerentscheid zu regeln.

Das sollte nicht als Hemmschuh für die interkommunale Entscheidungsfindung gesehen werden. Einige Stadträte mit denen wir in Kontakt stehen und die sich die Mühe gemacht haben die Belange der Bürgerinitiative zu verstehen, stehen uns interessiert und gesprächsbereit gegenüber.

Was verlangen wir vom Stadtrat?

Einen fairen Umgang zu üben und so gut wie möglich auf die Anliegen und Besorgnisse der Waldkraiburger zu reagieren und vor allem die demokratischen Rechte der Bürgerinnen und Bürger anzuerkennen.




Bürgerantrag übergeben

Am Montag hat die Bürgerinitiative ihren zweiten Bürgerantrag dem Bürgermeister überreicht.
Die Neufassung formuliert einen Abstand zum Gewerbe wie er momentan vorhanden ist und dieser soll ebenso bei einer nördlichen Erweiterung des Gewerbegebietes erhalten bleiben.

Gegenüber dem ersten Bürgerantrag haben wir deutlich mehr Unterschriften gesammelt. Daraus ist ersichtlich, dass in ganz Waldkraiburg das Thema aktuell ist und Bürger aus allen Stadtteilen mitmachen. Besonders junge Familien sehen die Entwicklung in Waldkraiburg skeptisch und wünschen sich dass Umwelt und Natur mehr in den Vordergrund treten.
Wir bleiben dran und verfolgen die zukünftigen Entscheidungen der Stadt.

Im Gespräch: v.l.n.r Bürgermeister Robert Pötzsch, Harald Barthel und Marianne Gößl, Bürgerinitiative.

Viele Konzepte, aber auch Lösungen?

Wir haben verschiedene Veranstaltungen besucht um uns die neuen Konzepte für die Zukunft Waldkraiburgs anzuhören.
Wir haben nicht nur die Wahlkampfstände der meisten Parteien besucht sondern auch die Bürgermeisterkandidaten-Diskussion in St. Erasmus.

Erst einmal einen großes Dankeschön an die Landjugend Pürten-St.Erasmus, der es wichtig war eine externe Moderatorin für die Diskussion einzuladen. Das hat nicht einmal die Stadt bei der Podiumsdiskussion der Stadtentwicklung im September und zuletzt bei der Podiumsdiskussion Waldkraiburg-West geschafft und dort wäre es wichtiger gewesen.

Wir denken, dass nicht zuletzt wegen unserer Initiative auch der Wald, der sinnstiftend für die Stadt ist, einen großen Anteil an der Diskussion hatte. Wir als Bürgerinitiative haben bewusst keine Fragen an die Kandidaten gestellt da wir ohnehin wieder Thema im Stadtrat sind.

Berechtigt war auch dass das Waldbad ein zentrales Thema ist, es geht einfach um die Dinge die Waldkraiburg ein Gesicht geben und nur allzu gerne geopfert würden.
Das Tierheim wurde angesprochen und ist wohl das traurigste aller Themen, seit Jahrzehnten gibt es keine Lösung. Das die Erschließungskosten nun von Waldkraiburg übernommen werden ist ein Lichtblick.

Allzu viel Neues hat man nicht erfahren, allerdings gab es einen interessanten Ansatz das Ausgleichsflächen auch „irgendwo“ auf der Welt geschaffen werden können….. aber da ist doch schon unser Plastikmüll! Müssen wir nun auch den Klimaschutz exportieren weil keine Fläche verbleibt?

Auch die Publikumsfragen zur Verdichtung und den vielfältigen Themen der Stadtentwicklung und vor allem zu Ortsvergrößerungen waren sehr wichtig.

Der Wahlkampf bleibt spannend und wir wollen allen nur raten nicht nur ihr Kreuz am Wahltag zu setzen, sondern auch die Menschen hinter den Kreuzen anzuhören und kennen zu lernen.


Nepal – Waldkraiburg

Sehr gerne stellen wir Menschen vor die uns tatkräftig unterstützen:

Marianne Gößl hat auch diesmal wieder mit großem Einsatz Unterschriften für unseren Bürgerantrag gesammelt. Auch sonst war sie immer vor Ort wenn es „Woman“-Power braucht. Marianne war auch vorher schon aktiv, zum Beispiel für die Himalaya-Hilfe.

Danke Marianne!

Unterschriftenlisten

Nach und nach trudeln bei uns die Unterschriftenlisten ein und wir danken allen die uns so toll unterstützen.

Danke Nicole! 😉

SUPER, SUPER, SUPER

Es wurden schon fleißig unterschriebene Listen bei uns abgegeben. Vielen Dank an ALLE die uns hier unterstützen. Heute war in den Waldkraiburger Nachrichten ein schöner Artikel der weiter erklärend auf unser Anliegen eingeht. Dieser Artikel dürfte auch in Kürze online abrufbar sein, wir werden dann einen Link setzen. DANKE
Wir werden auch einen Stammtisch ins Leben rufen um den Austausch für alle zu verbessern. Es wird wunderbar!

Auf geht´s

Nach einem durchatmen geht es weiter. Zwischenzeitlich haben haben wir die Pause genutzt und uns weiter vernetzt. Wir waren nicht nur auf verschiedenen Veranstaltungen, die dem momentanen Wahlkampf geschuldet sind, sondern haben auch mit vielen Lokalpolitikern und interessierten Waldkraiburgerinnen und Waldkraiburgern gesprochen.

Der Tenor war eindeutig: Macht weiter so!

Das tun wir und die Bürgerinitiative läuft wieder auf hochtouren.

Zwischenzeitlich haben wir einen neuen Bürgerantrag erstellt der sich der aktuellen Situation anpasst. Die Unterschriftenlisten liegen an verschiedenen Orten auf und können auch auf unserer Seite heruntergeladen werden um selbst aktiv zu werden. Nur vollständig ausgefüllt, mit Geburtsdatum, werden die Unterschriften von der Stadt anerkannt. Wir konnten noch mehr Waldkraiburgerinnen und Waldkraiburger als Unterzeichner und Vertreter gewinnen.

Unterschriftenlisten liegen aus bei:

Bäckerei Hellberg, Daimlerstraße
Bio am Eck, Kirchenstraße
Schreibspezi, Stadtplatz
Neumaier Schreibwaren, Berliner Straße

Außerdem haben wir Unterstützerinnen und Unterstützer die mit unserer Unterschriftenliste durch Waldkraiburg gehen.
Wir danken allen Beteiligten!

Wir danken auch recht herzlich Jürgen Zabelt, von den Waldbadfreunden, der uns mit Rat und Tat zur Seite steht.

Der Stadtrat hat dem letzten Bürgerantrag widersprochen weil er die Stadt in der Entwicklung einschränkt oder sogar handlungsunfähig machen würde. Wir haben mit der Neuformulierung des Bürgerantrages dieses nun geändert:

Den Erhalt der Waldfläche, Flur-Nr. 660/1, im vollen, gegenwärtigen Zustand. Die in der Planung befindliche Fläche von ca. 1,7 ha., soll zukünftig
nicht zur Bebauung freigegeben werden. Die geplanten Bebauungs- und Erschließungsvorhaben sollen, bis zur Bildung und Beschlussfähigkeit des
neuen Stadtrates zum 01.05.2020, ausgesetzt werden. Im Anschluss daran bitten wir den Stadtrat um eine neuerliche Überprüfung im Ausschuss, mit
dem Ziel die Vorhaben zu stoppen. Wir fordern die Rücknahme der Umänderung des Bebauungsplanes, Flächennutzungsplanes vom 10.12.2019, sowie
die Erhaltung des gegenwärtigen Erscheinungsbildes. Die Funktion des oben genannten Areals als Naherholungsgebiet, Emissionsschutzfläche und
Naturschutzfläche muss auch in Zukunft beibehalten und gewährleistet werden. Im Anschluss könnte dieses Waldstück als Fläche mit besonderer
Funktion für die Abgrenzung zwischen Wohn- und Gewerbegebiet, in den Flächennutzungsplan aufgenommen werden. In Anbetracht weiterer
baulicher Erschließungen, sowie der damit einhergehenden sich verstärkenden Belastungen für Anwohner und Besucher im Waldstück Daimlerstraße, ist diese Maßnahme unabdingbar. Darüber hinaus wäre es in Betracht zu ziehen, den Schutzgürtel und seine derzeit geringe Bewaldung, zu verstärken.
Besagter Schutzgürtel soll sich zukünftig im gleichen Umfang anpassen und mit der Erschließung neuer Flächen im Gewerbegebiet Waldkraiburg-
Nord, wachsen. Die notwendige, wirksame Abgrenzung ist zu gewährleisten.

Ein dichter Baumbestand sieht anders aus und der soll auch noch weichen?