Natur verliert immer?

Ein alter Zopf wird nicht abgeschnitten.

Mit der Stadtratssitzung am 21.04.2020, hat sich nun das vorläufige Ende eines einjährigen Versuches, Waldkraiburg auf einen anderen Weg zu bringen, erledigt. Die Zukunft wird uns nun zeigen welcher der bessere Weg ist. Schon jetzt stellt sich nicht mehr die Frage wie es bei uns mit behutsamer Entwicklung und geringer Flächenversiegelung aussehen wird. Unsere Hoffnung, dass der neue Stadtrat mit dem Mut für neue Visionen, auch neue Beschlüsse fassen würde, wurde nicht realisiert.

Ein Jahr lang, ob im Wahlkampf, mit wohlwollenden Kopfnicken von verschiedenen Stadträten wahrgenommen, im Fasching, als kleiner Baum unter den Schiffen dieser Welt, als Pointe im Saftladen, als Thema in vielen Leserbriefen oder in persönlichen Gesprächen mit Verantwortlichen. Nicht zu vergessen mit dem überragenden Einsatz vieler Mitstreiter beim Umsetzen der beiden Bürgeranträge!

Ein Mitglied unserer Initiative nahm Einsicht in die Bebauungspläne für das Gewerbegebiet und stellte einen detaillierten Fragenkatalog zusammen. Er bat um Auskunft warum die Auflagen für die Bebauung in mehr als 20 Jahren nicht umgesetzt wurden. Seit über 10 Wochen und mehrmaliger Nachfrage, kam bis heute keine Antwort von der verantwortlichen Stelle. Auch hier liefen unsere Bemühungen ins Leere.

Teilweise wurden wir als zu seicht, zu wenig kompetent, zu weltfremd, ohne politisches Verständnis oder einfach als undankbar bezeichnet, was absolut falsch ist. Wir haben hingegen niemanden kompromittiert.

Dies ist ein Punkt, auf dessen Richtigstellung, wir besonderen Wert legen!

Wir wissen durchaus zu schätzen was unsere Initiative gemeinsam erreicht hat. Es gibt keine Stichstraße und der Waldstreifen bleibt in einer Breite von 20 Metern östlich des Weges an der Schilcher-Linie erhalten.

Zu viel Wald?



Schon damals hatten wir uns auf Nachfrage eines Reporters dazu geäußert und erklärt das besagte Parteien verstanden hätten und wir das sehr zu schätzen wüssten. Im letzten Zeitungsbericht mussten wir dann zu unser aller Bedauern lesen: Die Bürgerinitiative weist die ausgestreckte Hand zurück! Mehrmals haben wir öffentlich wiederholt, dass es durchaus klar für uns ist einen Erfolg erzielt zu haben. Das keine Stichstraße gebaut wird ist natürlich lobenswert. Aber die Umsetzung des Vorhabens und die evtl. Schwierigkeiten, sowie finanzielle Kosten die auf die Stadt zukämen, sind somit auch vom Tisch.

Darüber hinaus ging die Diskussion oft in eine falsche Richtung. Wohnbaumaßnahmen spielten hier nur eine untergeordnete Rolle.

Die Fläche von 1,7 ha, man stelle sich vor, würde in 3 Teile zerlegt. ein Stromhaus, dass wegen schlechter Planung des Gewerbegebietes nun im Wald stehen muss. Dann vielleicht eine Lagerhalle. Ebenso möchte sich eine ortsansässige Firma ein weiteres Grundstück sichern, dessen Größe überschaubar ist. Davon hängt das Wohl von Vielen ab? Wohl kaum!

Da hilft es auch nichts wenn in der letzten Stadtratssitzung eine Stadträtin ihr Bedauern ausspricht sie hätte sich viele Gedanken gemacht über die Lebensräume die zerstört würden. Kleinstlebewesen und dergleichen hätten zu Gunsten der Industrie das Nachsehen. Aber trotzdem stimmt sie gegen unseren Antrag. Im nächsten Satz fordert sie zu mehr Phantasie der Industrie auf, weniger Flächen zu versiegeln. Eigenverantwortlichkeit, wie unser Engagement, beginnt bei jedem Einzelnen und wenn die Gelegenheit da ist so sollte man sie auch nutzen. Noch dazu wenn es keine zweite Chance dafür gibt!

Auch war es für uns eine große Enttäuschung wenn Personen zwar unseren Einsatz als ganz toll und ehrenhaft bezeichnen, vielleicht sogar noch unseren Bürgerantrag unterschreiben, sich aber dann in den jeweiligen Ausschusssitzungen ganz anders äußern und anders abstimmen.

Gestern war der Tag des Baumes. Die Umweltbilanzen sehen düster aus. Die innerstädtische Erwärmung steigt in den nächsten Jahren unaufhaltsam an.

Trotz allem hat sich unser Einsatz gelohnt. Man kann etwas bewirken wenn man sich für ein gutes Ziel einsetzt und keine Mühen scheut.

Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten und auf einem Niveau, das ohne Zweifel Respekt verdient, einiges erreicht und das haben wir gemeinsam geschafft. Auf Interpretationen von Anderen, ob absichtlich oder aus Unwissenheit, hatten wir keinen Einfluss. Wir sind dafür nicht verantwortlich und es war oft sehr kräfteraubend dieses im Nachhinein richtig zustellen.

Bevor uns Corona nun völlig verstummen lässt, noch einmal ein herzliches Danke an Euch alle und bleibt gesund!

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Ostern im Zeichen von Corona!

Gerade jetzt ist der Wald für uns alle da!

Besonders in diesen Tagen kann man sich vor Ort davon überzeugen. Die Bürger suchen Ablenkung vom aktuellen Geschehen und sie finden diese direkt vor Ort im Daimlerwald. Ein wenig Normalität die im Moment dringend benötigt wird. Hier im Naherholungsgebiet hat man die Gelegenheit etwas Ruhe, Ablenkung und Freude zu finden. Die Zeit die wir jetzt im Wald verbringen dürfen, ist um so wertvoller und wird viel intensiver empfunden, als sonst. Man erkennt das nichts selbstverständlich ist.
Spätestens jetzt wird deutlich das es ohne dieses Waldstück an der Daimlerstraße nicht geht. Es ist ein Ort, der für jeden etwas zu bieten hat und der im Gegenzug nichts verlangt! Außer erhalten und geachtet zu werden. Hier spielt der Mindestabstand keine Rolle und auch den Mundschutz braucht man nicht. Keine Probleme wenn einmal mehr als zwei Bürger zur gleichen Zeit auf dem Weg radeln, laufen oder mit ihren Hunden spazieren gehen. Es gibt genug Platz für alle, die sich für kurze Zeit in die Natur aufmachen und den Kopf frei bekommen möchten.

Diese Aufnahmen entstanden um die Mittagszeit, vor dem großen Ansturm.

Spätestens jetzt ist erkennbar, dass es keine Diskussion über die Erhaltung der Flächen zwischen Wohn- und Gewerbegebiet Nord geben dürfte. Der Waldstreifen ist in seiner Gesamtheit und im derzeitigen Zustand von existenzieller Bedeutung für alle Waldkraiburger. Auf keinen Quadratmeter kann verzichtet werden. Nie war das deutlicher zu sehen als in diesen Tagen.
Schaut man nur einige Meter Luftlinie hinüber ins Herz des Gewerbegebietes zeigt sich ein Bild, das wir uns im Daimlerwald nicht wünschen. Dort sind die Bauarbeiten zur Erstellung von neuen Parkplätzen, trotz Corona wie ein Zeitungsbericht der letzten Woche erwähnt, in vollem Gang. Parkplätze! So sollte es hier in unserem Naherholungsgebiet, das momentan „DER Rückzugsort für alle Bürger“ist, nicht enden.

Hier wurden Bäume für einen „biologischen“ Parkplatz gefällt.

Link: Waldkraiburger Nachrichten, OVB

Darum auch heute wieder in unserem Beitrag die Aufforderung zur Überarbeitung der Pläne von Bauvorhaben an der Schilcher-Linie. Vielleicht ist genau diese Situation eine Gelegenheit nun umzudenken, es wäre wünschenswert und für uns alle eine gute Entscheidung für die Zukunft. Von Beginn unseres Engagements für den Erhalt des Waldstreifens war ein Hauptargument gegen die zukünftigen Pläne der Stadt: “ Es gibt kein unbegrenztes Wachstum ohne negative Auswirkungen für Umwelt und Natur“. Ebenso ist nicht von unbegrenztem Wirtschaftswachstum auszugehen, was uns die Gegenwart nun schmerzlich beweist.

Genießen wir die restlichen Ostertage und bleiben Sie alle gesund!

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Offener Brief

Wir wurden gebeten einen offenen Brief, der an die Waldkraiburger Nachrichten geschickt wurde, zu veröffentlichen. Wir tun dies gerne:

Waldkraiburger Nachrichten 29.3.2020

Waldkraiburger nehmen Corona-Auszeit am Innkanal statt an den Seen

In Ihrem Artikel berichten Sie über das Glück der Einwohner unserer Stadt, in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen die Erholungsgebiete direkt vor der Haustür zu finden und nicht in die Region schweifen zu müssen, “…. denn das Gute liegt ja so nah“. Das ist wohl wahr! Als hätten sie die Entwicklung vorausgeahnt, versuchen Waldkraiburger Bürger*innen seit vergangenem Sommer den Bürgermeister und den Stadtrat davon zu überzeugen, dass Waldkraiburg seine Naherholungsgebiete dringend braucht, weil sie Reichtum und Erkennungsmerkmal für die Stadt sind und auf diese Weise ihren Beitrag zur Stadtentwicklung leisten. Die wichtige Rolle, die dabei der Daimlerwald und der angrenzende Staatsforst als Naherholungsgebiet spielt, ist seit den Ausgangsbeschränkungen nicht mehr zu übersehen. Nie nahmen so viele junge Waldkraiburger Familien, Rentner, Jogger, Walker, Radler, Spaziergänger und Gassigeher jeden Tag Besitz von diesem Waldstück zwischen Daimlerstraße und Ampfing, das die Stadt in Zukunft für Gewerbe und Industrie ausweisen will. Sie „entwickeln“ ganz von sich aus die Stadt in eine gute Richtung weiter, für ihre lebensnotwendigen Bedürfnisse. Eine bessere Nutzung dieses Waldgebietes kann es nicht geben. Das sollte auch im Stadtrat Respekt und Anerkennung finden, in Zeiten, in denen die Lebensqualität und Freizügigkeit der Menschen auf eine nie dagewesene Weise und auf unabsehbare Zeit eingeschränkt sein wird. Was der angehende Mühldorfer Bürgermeister seinen Wählern versprochen hat, ein neues Naherholungsgebiet im Norden der Stadt und neue Erholungsbereiche, braucht man im Waldkraiburger Norden nicht zu schaffen, sie sind schon vorhanden. Es war nie so wichtig und notwendig wie heute, dass eine Kommune ihre Naherholungsgebiete verantwortungsvoll pflegt und erhält und die Freizeitbedürfnisse der Bürger nicht auf andere Regionen abwälzt, die sich mittlerweile bereits dagegen wehren. In diesem Zusammenhang ist es auch angebracht, das Isek-Konzept von 2016 kritisch zu hinterfragen. Eine Strukturkrise steht bevor, nach der nichts mehr so sein wird wie früher. Es wird in erster Linie um die Begrenzung der schweren Rezessionsschäden gehen und nicht um die Ausweisung von Entwicklungs- und Reserveflächen sowie weiteren Wachstumsansagen für Industrie und Gewerbe. Ein Weiter so wird es erst mal nicht geben. Wir werden den noch vorhandenen Wald weiterhin dringend brauchen, wenn sich in ein paar Wochen die Auswirkungen der nächsten Krise zusätzlich bemerkbar machen und wir es vor Hitze und Trockenheit weder in unseren vier Wänden noch in der großflächig versiegelten Innenstadt aushalten. Statt eines Lebkuchenherzerls (wie in der Presse berichtet) würden wir uns deshalb zum 70. Stadtjubiläum im „Stadtinfo“ die Erhaltung dieses Lieblingsorts als Dankeschön an die Bürger wünschen.

Ursula Galle

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Bürgerantragsbeschluss

Bürgerantragsbeschluss trotz Ausgangsbeschränkung?

„Wir bleiben dahoam!“

Voraussichtlich wird am kommenden Dienstag den 24.03.2020, im Haus der Kultur der zweite Bürgerantrag behandelt. Die Entscheidung den Abend im Haus der Kultur abzuhalten, weil vielleicht die Beteiligung der Bürger groß sein könnte, ist verantwortungsvoll.

Dennoch möchten wir alle bitten, falls die Veranstaltung statt finden sollte:

Bleibt lieber zuhause!

Natürlich würden wir gerne vor Ort dabei sein. Unter den gegebenen Umständen ist das für uns persönlich und auch für die vielen anderen Bürger, die sich mit Interesse an dem Abend einfinden würden, nicht zu verantworten.
Vermutlich hat die Ausgangssperre den öffentlichen Abend ohnehin aufgehoben, aber dieser ist noch im Ratssystem nachlesbar und deshalb wünschen wir uns den öffentlichen Teil, so er stattfindet, nicht zu besuchen.

Die Verantwortlichen der Stadt Waldkraiburg haben in diesen Tagen keine leichte Zeit. Zum Tagesgeschäft kommen neue Aufgaben hinzu. Es gilt zu koordinieren und auf mögliche besondere Umstände zeitnah zu reagieren.
Wir wünschen heute allen Damen und Herren des Stadtrates, sowie unserem alten und neuen Bürgermeister Herrn Pötzsch, alles erdenklich Gute und Weitblick bei den Entscheidungen.

In diesem Sinne: Die Bürgerinitiative Waldkraiburg „Stadt im Grünen“? wünscht allen Vorsicht, Empathie und Gesundheit für die kommenden Wochen oder Monate die es zu meistern gilt.

Damit wir nicht vergessen um was es geht:
Ein Waldstück für Naherholung und als Schutz vor Emissionen des Gewerbegebietes.
Sieht das nach zu viel Wald aus?
Sind die paar Meter für das Gewerbe überlebensnotwendig?

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Veräppelt oder total entspannt.

Ist es schon vorbei?

Die kürzeste Stadtratssitzung aller Zeiten fand gestern Abend statt.
Erst waren wir erstaunt, dass der Bürgerantrag so kurzfristig behandelt wurde.
Dann waren wir erstaunt dass alles so schnell abgehandelt war, es ging aber nur um die formelle Annahme.

Nach einer Gedenkminute für unseren Altbürgermeister Jochen Fischer, der sich sehr um Waldkraiburg in seinen Amtsperioden verdient gemacht hat, war es auch schon fast wieder vorüber. Sogar Herr Seutter, der Reporter des innsalzach24 hatte mit mehr Informationen gerechnet. Er kam extra aus Rosenheim um genaueres zu erfahren –> Bericht. Mit einer Besucherin hatte er sich im Anschluss unterhalten. Die Dame hatte anschließend zu ihm gesagt ….. ob sie hier veräppelt würde?

Nein, veräppelt wurde niemand und entspannt waren auch alle, auch wir.
Spannend bleibt es in jedem Fall und wir bleiben dran.

Außerdem hatten wir nach der Sitzung auch noch ein paar entspannte Gespräche.

Eine Nachricht noch am Rande: Der Saftladen wurde abgesagt!
Welch eine Enttäuschung für alle die sich auf den Abend gefreut haben. Wir auch!
Wir alle finden es sehr schade, hatten wir und doch schon darauf gefreut wie unsere Sprecherin veräppelt würde. 😉

Nachgeholt wird sicher nichts denn: „Nach der Wahl ist vor der Wahl“, aber ein aktuelles Programm hat eben auch sein Verfallsdatum.

Wir hatten leider erst Karten für das Haus der Kultur.

Bleiben Sie alle gesund!


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Heiße Phase

„Es geht in die heiße Phase“! Die Zielgerade ist in Sicht.

In dieser Woche kommt viel auf uns zu.

Mit diesem Beitrag möchten wir auf die kommenden Veranstaltungen hinweisen. Niemand sollte sie verpassen.

10.03.2020, Rathaus um 18 Uhr

Es geht morgen Abend  um 18 Uhr, mit der Prüfung des Bürgerantrags und dessen Zulässigkeit, im Rathaus los. Dieser Termin ist für uns Pflicht! Hoffentlich auch für viele andere interessierte Waldkraiburger und Waldkraiburgerinnen. Der Satz den wir in den Monaten unserer Aktivitäten manchmal gehört haben: Da kann man eh nichts machen, stimmt wie wir bewiesen haben nicht. Wir sind weit gekommen mit allen die sich persönlich engagiert und mitgeholfen haben, unser Anliegen an die Stadt heran zu tragen. Es wurde bewiesen, mit Einsatz und Verantwortung für das was uns wichtig ist, kann viel bewegt werden. Hier gilt vor allem aber auch ein Dank den Damen und Herren des Stadtrates, die sich doch noch einmal die Zeit nehmen und genauestens prüfen wie unsere Bedenken aus dem Weg geräumt werden können. Zur Zufriedenheit aller!

12.3 – 14.03.2020, Haus der Kultur

Das zweite große Ereignis ist die Aufführung des „Saftladen – So ein X“. Die Vorfreude für alle welche die Veranstaltung noch nicht gesehen haben ist groß. Für die anderen war es ein spannender Abend der noch lang in Erinnerung bleiben wird. Viele Themen werden auf die Schippe genommen. Alles was aktuell ist kommt an diesen Abenden auf die Bühne. Wie nett dass auch das Thema Bürgerinitiative mit einem Sketch bedacht wurde. Wir waren sehr erstaunt, freuen uns aber umso mehr erwähnt zu werden.

15.03.2020 Wahltag

Zum Schluss das Highlight der Woche. Der Wahlsonntag! Endlich ist es so weit und jeder Bürger kann mit seiner Wahl mitbestimmen wer und wie die nächsten 6 Jahre in unserer Stadt gestaltet werden. Ein Pflichttermin für alle politisch interessierten und verantwortungsbewussten Waldkraiburger. Gehen wir zu Wahl und nehmen mit unserem „X“ die Gelegenheit wahr unsere Stimme für die jeweiligen Kandidaten abzugeben. Nicht zu wählen wäre die schlechteste Variante.

Also dann, eine spannende und wichtige Woche in die wir heute starten. Für jeden ist etwas dabei.

Auch die Bürgerinitiative ist vor Ort.



Irmy Pöschl-Moser

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Außerordentliche Stadtratssitzung am 10.03.2020, 18:00 Uhr

Bürgerantrag Nr.2

Noch einmal befasst sich der Stadtrat mit der Bürgerinitiative Waldkraiburg-„Stadt im Grünen“? und dem zweiten Bürgerantrag.

In einer Sondersitzung geht es um den zweiten Versuch: „Schützen was uns schützt“.

Die Schilcher-Linie und der Waldstreifen östlich des Waldwegs soll als ganze Fläche für die Zukunft bewahrt werden.

Wir gehen davon aus das durch die neue Formulierung und die exakte Forderung, den Mitgliedern des Stadtrates nun der Spielraum gegeben wurde, den sie im letzten Bürgerantrag bemängelt hatten. Die Bedenken der Stadtentwickler, bezüglich der Erweiterungsmöglichkeiten im Gewerbegebiet, sind unserer Meinung nach durch unser Zugeständnis aus dem Weg geräumt. Unser Kompromiss ist Naherholung und einem funktionellem Schutzpuffer zur Wohnbebauung zu kombinieren. Für eine Verringerung der bestehenden Fläche sehen wir keine zwingende Notwendigkeit. Es handelt sich um ein Gebiet mit besonderen Aufgaben, für nahe Wohngebiete und klimatische Auswirkungen, bis hinein ins Stadtinnere. Die Funktion kann durch eine geringere Bemessung, unserer Ansicht nach nicht aufrechterhalten werden.

Was wir bereits immer wieder als Argument dargelegt hatten ist nun Realität geworden. Wir berichteten im letzten Beitrag über die erschreckenden Auswirkungen der beiden letzten Stürme. Bereits am Eingang der Schilcher-Linie sieht man eine riesige Aufhäufung von Bäumen die dem Sturm zum Opfer gefallen sind. Bessern wird sich die Situation in Zukunft nicht. Das ist Fakt!

Mit Spannung und mit Erwartungen sehen wir dem Termin am Dienstag dem 10.03.2020, entgegen. Die kommende Entscheidung zeigt auch schon einen ersten Schritt in die Zukunft Waldkraiburgs.
Welche Kriterien sind dann von Bedeutung? In welchem Ausmaß spielt Umwelt, Natur und Weitblick für die neuen Generationen eine Rolle?
Wie sieht das Waldkraiburg von morgen aus?


In einigen Tagen wissen wir mehr.

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung bei der Stadtratssitzung.




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Frühlingsspaziergang im nördlichen Waldkraiburger „Wald“

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Kandidaten im Gespräch

Gestern war es endlich soweit.

Die Diskussion der Bürgermeisterkandidaten 2020 im Haus der Kultur!

Auch die Bürgerinitiative Waldkraiburg – „Stadt im Grünen“?, war dabei. Mehr Klarheit und konkrete Vorstellungen wohin die Reise gehen kann, das haben wir und bestimmt viele andere interessierte Waldkraiburger mit nach Hause genommen. Eine gelungene und faire Veranstaltung durften wir miterleben. Ein großes Kompliment gleich zu Beginn an alle Mitwirkenden und Verantwortlichen, auch ein großes Kompliment an alle Waldkraiburgerinnen und Waldkraiburger, der Saal war voll und das Interesse groß.

Doch gleich im Anschluss müssen wir einigen Äußerungen die im Laufe des Abends gemacht wurden widersprechen. Ob aus ungenauer Recherche oder aus dem Zusammenhang gerissen, uns ist es wichtig einige Sachverhalte klarzustellen.

Herr Haimerl hat seine Aufgabe mit Bravour und Sprachgewandtheit zu 100% erfüllt. Aber auch er hat sich mit einer Aussage die gemacht wurde geirrt. Der Satz „Wir haben ja nun die Autobahn und es werden schon neue Firmen kommen wenn andere Firmen den Standort Waldkraiburg verlassen“. kam von einem Bürger der sich bei der Waldbegehung im Herbst privat zu den geplanten Vorhaben geäußert hat.

Ebenso wenig stimmt die Behauptung uns wäre es egal wenn in Waldkraiburg-Süd abgeholzt würde, solange wir unsere Schilcher-Linie erhalten können.

Wir nehmen dabei Bezug auf den Artikel auf unserer Seite vom 16.9.2019.

Allen Mitgliedern des Stadtrates lag der genaue Wortlaut des ersten Bürgerantrages vor! Die Forderung ist auch auf unserer Homepage einzusehen. Damals ging es uns grundsätzlich um den Erhalt des ganzen Restwaldbestandes in Waldkraiburg. Dieser Antrag wurde aus besagten Gründen abgelehnt, weil wir nach Sicht der Stadtverwaltung zu viel forderten.


Uns in den Mund zu legen ……besser an anderer Stelle abholzen und nicht an der Schilcherlinie zu bauen….. ist schlichtweg unwahr und kein Mitglied der Bürgerinitiative hat zu irgendeiner Zeit so eine Aussage gemacht!

Auch auf den Satz des Gesprächsführers Herrn Haimerl, das jeder gerne Windräder hätte aber nicht im nahen Umfeld, möchten wir kurz Stellung beziehen. Wäre es nicht schön wenn alles so einfach wäre und man manche Dinge auf das Naheliegendste reduzieren könnte? Aber so einfach ist es dann doch nicht! Denn immer öfter hinterfragen die Bürger Planungen und Vorhaben, die Auswirkungen für Umwelt, Natur und Lebensqualität im nahen Umfeld haben. Das hat nicht von vornherein mit Ablehnung zu tun. Vielmehr machen sich die Menschen Gedanken um die Zukunft und um die weiteren Entwicklungen in ihrem Lebensraum.

Doch es gibt viele Lichtblicke und sehr positive Aussagen bezüglich der verschiedenen Punkte, die in Zukunft für unser Vorankommen in Waldkraiburg wichtig sind. Alle Kandidaten sehen die Bürger als Dreh- und Angelpunkt für ein gutes Miteinander in unserer Stadt. Auch die Fragen bezüglich der Lebensqualität und des Umweltbewusstseins kommen auf den Tisch. An diese Stelle ein großes Danke an alle Bürgermeisterkandidaten. Sie alle wissen um die Herausforderungen und die Verantwortung die sie in den nächsten sechs Jahren tragen werden.

Wer die Diskussion verpasst hat kann sie auf Youtube in voller Länge ansehen: Der Kandidaten-Check


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Stürmisch – heiter – stürmisch: Der 10 Tage Trend für Waldkraiburg

Orkan Sabine kam aus dem Norden.

Sie hat sich auch im Waldkraiburger Waldgebiet-Nord ausgetobt und für entwurzelte Bäume gesorgt. Gleich kann man unschwer erkennen welche Auswirkungen die immer häufiger werdenden Stürme haben. Genau darauf  möchten wir seit geraumer Zeit ein Augenmerk legen! Der Klimawandel ist keine Zukunftsmusik die uns erst in einigen Jahren „beschallt“, sondern bereits in aller Ohren als mittelstarkes Rauschen angekommen ist.

Die Bilder sprechen für sich und es ist offensichtlich das Handlungsbedarf angezeigt ist.



Freundliches Frühlingswetter am Faschingssamstag.

Unter diesen Voraussetzungen fand der Umzug in Waldkraiburg statt. Wir hatten mehr Glück als das Umland. Unter all den großen bunten Prunkwägen von Vereinen und Parteien konnte man auch das Thema WALD BAD ausmachen. Fast klein und unscheinbar in der Menge, aber groß und voll ambitioniert waren die Akteure bei der Sache und ließen es sich nicht nehmen, auch im Fasching für Ihre Sache zu werben.  Enten, Badegäste und sogar ein Baum, hoffentlich nicht der letzte seiner Art, haben sich dem Treiben angeschlossen.



Sturm Yulia hat uns an diesem Wochenende auch noch überrollt.

Wie zu erwarten sieht es hinterher auch nicht besser aus als bei Sabine. Ein kreuz und quer an umgefallenen Bäumen sogar über die Waldwege hinweg. Wen wundert es? „Aber die Schilcher-Linie kann das doch locker ab“! Dass sie immer dünner wird, wem fällt das denn schon groß auf, wenn es erst wieder grün wird und das Laub an den Bäumen zu sprießen beginnt. Oder haben die Stürme „Methode“?

Schutz?



Weitere Aussichten für die Woche:

Unvorhersehbar aber voraussichtlich turbulent.

Die Präsentation der möglichen Bürgermeister im Haus der Kultur am Donnerstag dem 27.02. um 19:30 Uhr. Was erwartet uns dann? Das fragt man sich eigentlich auch immer wenn man den Wetterbericht hört, denn trotz der Prognosen muss man auf alles gefasst sein.  Die Bügerinitiative Waldkraiburg – „Stadt im Grünen“? hofft auf sonnige Aussichten.



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